Das Rätselspiel Hidden Folks lehnt sich an die Idee der bekannten Wimmelbuchreihe „Wo ist Walter?“ an. Statt nach einer Figur mit rot-weiss gestreiften Pullover zu suchen, verstecken sich im Spiel auf interaktiven Bildern verschiedene Charaktere und Objekte. Das Spielprinzip von Hidden Folks klingt einfach: auf den liebevoll gezeichneten schwarz-weiss Bildern gilt es alle Objekte und Charaktere, welche am unteren Bildschirmrand aufgeführt werden, durch Scrollen und Zoomen zu finden. Die Herausforderung: die Spielumgebungen sind interaktiv und müssen für das Vorankommen manipuliert werden.

Hidden Folks – 120 versteckte Objekte

Hidden Folks beinhaltet vier verschiede Umgebungen und 14 Stufen, in denen insgesamt 120 Objekte versteckt sind. Zu Beginn müssen in einem kleinen Waldabschnitt, in dem sich unter anderem Affen tummeln, Schmetterlinge herumfliegen und Reptilien auf Baumstämmen ausruhen, vier Objekte gefunden werden. Ein Klick auf ein Suchobjekt am unteren Bildschirmrand liefert wichtige Hinweise über dessen Versteck. Diese sind im späteren Verlauf des Spiels äusserst wertvoll oder gar nötig.

Hidden Folks Screenshot 1
Hidden Folks Screenshot

Was im Spiel sehr schnell auffällt ist die Geräuschkulisse: alle Effekte wurden durch den Entwickler selbst erzeugt. So ist beispielsweise ein „schhhh-schhh“ (Schlange), „uaa-uaaa“ (Affe) oder „beep-beep-beep“ (Vogel) zu hören. Insgesamt wurden 960 lustige Geräusche erzeugt, die im Spiel immer wieder für ein Lächeln sorgen.

Um alle Objekte finden zu können, muss vor allem die Umwelt geschickt manipuliert werden. So muss beispielsweise das Getreide bewässert werden, damit sich eine seltene Blume offenbart. Oder aber Heuballen verschoben werden, damit der dahinter versteckte Bewohner entdeckt wird.

Nachdem die vorgegebene Mindestanzahl an Objekten gefunden wurde, wird das nächste Gebiet freigeschaltet. Die vorherigen Umgebungen können jederzeit wieder betreten und die Suche nach den restlichen Gegenständen in aller Ruhe fortgesetzt werden. Wurden die fünf Stufen im Wald gemeistert, stehen weitere drei im Ödland, vier in der Stadt und zum Schluss zwei in der Fabrik an. Die ersten Szenen sind gut überschaubar und relativ schnell durchgespielt. Doch in den höheren Stufen nimmt nicht nur die Grösse der Umgebungen, sondern auch der Schwierigkeitsgrad der Suche zu.

Auf den Macs der neueren Generation spielt sich Hidden Folks ausgezeichnet. Bei einer gewählten Auflösung von 5120 x 2880 Pixeln (iMac 27 Zoll) sowie höchster Qualitätsstufe war in grösseren Gebieten ab und zu der Lüfter zu hören. Die Umgebungen lassen sich mit der Maus oder dem Trackpad scrollen und zoomen, wobei ich die letztere Möglichkeit als angenehmer empfand. Sollten die schwarz-weiss Bilder die Augen mit der Zeit ermüden, so lässt sich das Spiel in einem Sepia- oder invertiertem Farbmodus spielen.

Fazit

Hidden Folks sorgt durch die mögliche Interaktion mit fast allen Objekten, auch wenn dadurch nur ein Geräusch ausgelöst wird, für grossen Spielspass. Obwohl ich im Spiel jeweils die vorgegebene Anzahl der Objekte fand, konnte ich der vollständigen Zielerreichung nicht widerstehen. Angenehm am Spiel: es besteht absolut kein Zeitdruck.

Hidden Folks kann im Mac App Store zu einem Preis von CHF 6.00 (6.99 Euro) bezogen werden. Auf Steam ist das Spiel zu CHF 8.00 erhältlich. Versionen für iOS sowie tvOS lassen sich über App Store beziehen.

Bitte teile diesen Beitrag:

Verfasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.