Fantastical 2 zählt zu den erfolgreichsten Kalenderanwendungen für macOS. Obwohl die zweite Version seit bald drei Jahren auf dem Markt ist, hinterlässt sie nach wie vor einen frischen Eindruck. Moderne Benutzeroberfläche, intuitive Bedienung und grossartiger Funktionsumfang zählen zu den Stärken, die der digitale Begleiter vorzuweisen hat.

Moderne Benutzeroberfläche

Ursprünglich als eine Kalender-App für macOS Menüleiste entwickelt, erhielt Fantastical mit der zweiten Version eine vollwertige Desktop-Fensteransicht. Die Minianwendung verbirgt sich weiterhin in der Menüleiste und ermöglicht neue Einträge vorzunehmen sowie erfasste Termine zu betrachten.

Das flache Erscheinungsbild und die klaren Strukturen des Desktop-Fensters wirken auch drei Jahre nach der Veröffentlichung modern. Die Benutzeroberfläche setzt sich aus einem Kalender im rechten Bereich, sowie einer Seitenleiste mit aktueller Agenda im linken Bereich zusammen. Die Seitenleiste lässt sich wahlweise in einem hellen oder dunklen Farbschema darstellen, aber auch komplett ausblenden. Die dezenten Schaltflächen wurden durch die weichen Farben und Formen nahtlos in die Oberfläche integriert.

Fantastical 2 - Wochenansicht
Fantastical 2 – Wochenansicht

Der Kalenderbereich erinnert auf den ersten Blick an die macOS Kalenderanwendung. Doch beim genauen Betrachten fallen vor allem in der Monats- und Jahresansicht Unterschiede auf. Ereignisse, die in der Monatsansicht aufgrund knapper Fläche ausgeblendet sind, lassen sich mit einem einfachen Mausklick einblenden. Die Jahresansicht indiziert anhand der Farbintensität den Umfang der geplanten Ereignisse. Wird der Mauszeiger langsam über ein Datum bewegt, so blendet die Anwendung automatisch ein Fenster mit allen geplanten Ereignissen ein.

Fantastical 2 - Jahresansicht
Fantastical 2 – Jahresansicht

Dem Entwicklerteam Flexibits ist das Zusammenspiel zwischen der Seitenleiste und den Kalenderansichten ausgezeichnet gelungen. Wird beispielsweise ein Ereignis in der Listenansicht der Seitenleiste ausgewählt, so wird dieses auch im Kalender hervorgehoben. Eine Auswahl im Kalender hebt hingegen die Termine in der Seitenleiste hervor. Auch beim Scrollen der Liste orientiert eine dezente farbliche Markierung im Kalender, welches Datum mit den Ereignissen verknüpft ist.

Intuitive Bedienung

Neben der gelungenen Benutzeroberfläche punktet Fantastical 2 auch mit einem hervorragenden Funktionsumfang. Die Bedienung fällt dabei äusserst intuitiv und effizient aus.

Neue Ereignisse können entweder durch die Eingabe einzelner Termininformationen oder mittels natürlicher Sprache erfasst werden. Wird beispielsweise ein Satz wie „Abendessen mit Martin Müller am Donnerstag um sieben in Zürich“ erfasst, so erkennt die Anwendung noch während der Eingabe den Titel, die Person, die Uhrzeit und den Ort des Termins. Auch macOS Kalender versteht mittlerweile diese Eingabemöglichkeit, in meinem Vergleich jedoch nicht so gut wie Fantastical 2. Bei der vorhin aufgeführten Satzstellung wusste macOS Kalender nichts mit der erfassten Person und Ortschaft anzufangen. Fantastical 2 unterbreitete hingegen gar Strassenvorschläge und führte den entsprechenden Kontakt aus dem Adressbuch auf.

Fantastical 2 - Ereignis
Fantastical 2 – Neues Ereignis

Wurde wie im vorherigen Beispiel eine Person erfasst, ermöglicht die Anwendung zudem deren Verfügbarkeit zu prüfen. Vorausgesetzt der Server unterstützt diese Funktion, lassen sich so freie Zeiten ermittelt und Termine effizienter planen. Zur besseren Orientierung blendet Fantastical 2 ausserdem ein Kalenderausschnitt der eingeladenen Person ein.

Fantastical 2 - Verfügbarkeit
Fantastical 2 – Verfügbarkeit

Beim Einsatz von mehreren geteilten Kalenderkonten sind doppelte Einträge keine Seltenheit. Ein gutes Beispiel dazu sind Ferien, die in einem privaten sowie geschäftlichen Umfeld erfasst werden. Statt beide Einträge aufzuzeigen, führt sie Fantastical 2 automatisch zu einem Ereignis zusammen und schafft dadurch mehr Ordnung auf der Kalenderfläche.

Eine weitere Besonderheit von Fantastical 2 ist die Möglichkeit, mehreren Kalenderkonten zu gruppieren. Eine Arbeitsgruppe kann beispielsweise alle Kalender enthalten, die während der Arbeit relevant sind, während Familiengruppe nur persönliche Kalender aufzeigt. Die Gruppen lassen sich entweder durch einen einfach Mausklick umschalten oder mittels ortsbezogenen Informationen automatisch ansteuern.

Auch Erinnerungen

In Fantastical 2 können neben den Ereignissen auch macOS Erinnerungen verwaltet werden. Die Aufgaben werden durch ein viereckiges Symbol gekennzeichnet und in allen Kalenderansichten aufgezeigt. Dadurch lassen sich in der Planung Ereignisse und Erinnerung gleichzeitig darstellen und zeitlich optimal aufeinander abstimmen. Im Gegensatz zu der in macOS integrierten Anwendung, unterstützt Fantastical 2 auch ortsbezogene Erinnerungen.

Fantastical 2 kann mit iCloud, Google, Exchange, Office 365, Facebook und weiteren CalDAV Konten direkt verknüpft werden. Im Exchange-Umfeld werden zudem Kategorien, Annahme oder Ablehnung von Einladungen sowie Weiterleitung von Terminen unterstützt.

Fazit zu Fantastical 2

Fantastical 2 ist eine grossartige Kalenderanwendung, die durch moderne Benutzeroberfläche und ausgezeichnetem Funktionsumfang glänzt. Die Anwendung spricht vor allem anspruchsvolle Benutzer an, denen der macOS Kalender für den täglichen Einsatz nicht ausreicht. Aber auch gelegentliche Anwender dürften aufgrund der einfachen Bedienung und schickem Design grossen Gefallen finden. Von meiner Seite her eine absolute Empfehlung.

Fantastical 2 kann im Mac App Store zu einem Preis von CHF 48.00 (54.99 Euro) bezogen werden. Eine kostenlose Testversion ist auf der Webseite der Entwickler verfügbar.

Die Kalenderanwendung ist auch für iOS Geräte verfügbar. Die iPad Version ist zu einem Preis von CHF 10.00 (10.99 Euro) und die iPhone & Apple Watch Version zu CHF 5.00 (5.49 Euro) erhältlich.

Der Testbericht basiert auf der zum aktuellen Zeitpunkt aktuellen Version 2.4.5.

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