Kurz vor Jahresende veröffentlichte Headup Games die neuste Ausführung der erfolgreichen Bridge Constructor-Spielreihe. Anders als bei den Vorgängern, verschmilzt Bridge Constructor Portal die Gesetze der Konstruktionstechnik mit der Technologie des Spielklassikers Portal. Was zu Beginnt etwas merkwürdig klingt, stellt sich später als eine äusserst gelungen Kombination heraus.

Solltet ihr zuvor noch keines der Bridge Constructor Spiele gespielt haben, so ist das Spielprinzip schnell erklärt: in jedem Level baut ihr Brücken, um eure Fahrzeuge von einem Punkt zum anderen befördern zu können. Euch stehen dabei Metallträger und Stahlseite zur Verfügung, die an vorgegebenen Ankerpunkten befestigt werden können. Das Spiel ist jedoch nicht als Brückenbau-Simulation zu betrachten, sondern als ein Puzzlespiel, das es in sich hat.

Der neuste Titel versetzt euch in die futuristische Umgebung der Portal-Spielreihe. Innerhalb des Testlabors bei Aperture Science müsst ihr als neuer Mitarbeiter verschiedene Gadgets des Unternehmens testen. Das Geschehen wird durch den skurrile Roboter GLaDOS (Genetic Lifeform and Disk Operating System) begleitet, dessen witzige Bemerkungen auch in diesem Spiel durch Ellen McLain gesprochen werden.

Bridge Constructor Portal macOS Screenshot 1
Bridge Constructor Portal Screenshot macOS 1

Portale, Rampen und Katapulte

Neben dem schnell zu erlernenden Brückenbau bringt die Portal Umgebung einige frische Elemente, welche die Missionen noch interessanter, aber auch anspruchsvoller gestalten. Schon bald nach dem Start führt der Weg zum Ziel über Portale, die eure Gabelstapler kreuz und quer innerhalb der Testkammer portieren. Während die ersten Missionen noch überschaubar sind, verlangen die späteren Aufgaben Kreativität und gutes Vorstellungsvermögen. So müsst ihr beispielsweise neben Brücken auch verschiedenste Formen von Rampen bauen, um dem Gabelstapler den nötigen Schwung für einen grösseren Sprung zu verleihen. Nebenbei solltet ihr die Fahrzeuge sicher an den Geschütztürmen, Säurepools oder Laserbarrieren vorbeibringen.

Die Missionen können entweder mit einem Gabelstapler oder einem Konvoi absolviert werden. Während die Bauweise der Brücken bei einem Fahrzeug noch Toleranz zulassen, setzt die zusätzliche Last der Konvois eine solidere Konstruktionsweise voraus. Das Spiel lässt sich unabhängig davon mit nur einem Gabelstapler komplett durchspielen.

Bridge Constructor Portal kennt keine Zeitlimits. Auch können die Missionen so oft wiederholt werden wie nötig. Dies schafft eine äusserst lockere Atmosphäre und erlaubt, sich ohne jeglichen Druck in die Lösungsfindung zu vertiefen. Das gesamte Geschehen wird durch eine entspannte Hintergrundmusik begleitet und bereitet richtig Spass.

Bridge Constructor Portal Screenshot macOS 2
Bridge Constructor Portal macOS Screenshot 2

Detaillierte und knackige Grafik

Bridge Constructor Portal setzt eher geringe Anforderungen an die Hardware voraus und lässt sich dadurch auch auf älteren Mac-Generationen gut spielen. Laut den Entwicklern werden mindestens macOS 10.9, 2 GHz Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher sowie 200 MB freie Speicherplatz benötigt.

Die Missionen wurden grafisch sehr detailliert und knackig umgesetzt. Auf meinem iMac 5k 27 Zoll mit 3.2 GHz GHz i5 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und AMD Radeon R9 M390 2 GB Grafikkarte konnte ich die Brücken mit einer Auflösung von 2560 x 1440 problemlos bauen.

Fazit zu Bridge Constructor Portal

Bridge Constructor Portal kann ich ausnahmslos jedem empfehlen, der gerne knifflige Denksportaufgaben löst. Die 60 Missionen sorgen für viele spannende Stunden, in denen sich „Hee???“ und „Aha!!!“ Momente ständig abwechseln.

Das Spiel kann im Mac App Store zu einem Preis von CHF 10.00 (10.99 Euro) bezogen werden. Im App Store sind ebenfalls Versionen für iOS Geräte zu CHF 5.00 (5.49 Euro) erhältlich.

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